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der harte Kampf mit und gegen die Depression...

Ich habe 14 Monate in einer Psychiatrie gearbeitet und das auch mit vollem Elan. Ich blühte richtig auf. Mir war schnell klar, dass ich gerne mit Menschen zusammenarbeite und ihnen auch dabei helfen kann, dass es ihnen schnell besser geht. Ich hatte viele Krankheitsbilder auf meinen Tagesplan. DAHER war ich sehr enttäuscht, dass ich meine Depression nicht richtig wahrgenommen habe. Ich habe fünf Jahre meinen Vater gepflegt, nebenbei hart gearbeitet, den Haushalt teilweise bewältigt und da hörte mein bisheriges spannende Leben auch schon auf. Ich zog mich von meinen Freunden rapide zurück, vernachlässigte meinen Sport und meine Hobbys. Zunächst habe ich es nur mit meiner Müdigkeit verbunden. Aber eigentlich war mir klar, dass das definitiv nicht der Fall sein kann. Denn wieso schaffte ich es fünf Jahre lang all diese Aufgaben in 24 Std. zu meistern? Und auf einmal war ich wie gelähmt?!Trotz meines erschöpften Daseins nahm ich es mir nicht weiter zu arbeiten, meinen Vater ein angenehmes Leben zu bieten und den Haushalt aufrecht zu halten. Nebenbei kam es auch oft vor, dass ich im Büro meiner Eltern aushalf. (meine Elter sind selbstständig, da kommt es vor, dass die Familie zusammen hält) aber man darf das Renovieren nicht vergessen, wie Aufgaben im Leben, die sich spontan gerne einschleichen.Ich schlief von 24 Std. vielleicht gerade mal 2-3 Std.Was soll ich sagen...ich funktionierte doch super. Vor allem für mein Umfeld. Langsam fingen die Nächte an mich in den Wahnsinn zu treiben. Ich fing an meine Gedanken unkontrolliert durch mein Gehirn zu schütteln. Bekam Luftnot, Heulkrämpfe, Panikattacken und Angst um meine Familie. HAUPTSÄCHLICH betraf es meinen Vater. Was passiert, wenn mein Vater von uns geht etc. Die Nächte wurden immer grauenhafter. Ich versuchte mich immer von den aufreibenden Gedanken zu befreien. Doch irgendwann schaffte ich es nicht mehr und förderte meine Schübe. Ich fing an, nur noch zu schlafen, Lustlosigkeit breitete sich aus, Selbstzweifel mir gegenüber l, Hass, den ich mir gegenüber nicht mehr kontrollieren konnte. Ich war vom Leben abgeschottet.Mein Vater kam ins Krankenhaus und lag im Koma...LEBENSGEFAHR. Da brach alles in mir zusammen. Ich konnte nicht mehr stark sein. Warum auch. Und vor allem wofür noch? Ich verlor die Lust am Leben immer mehr. Ich brach zusammen und da bekam meine Mama meinen Zustand mit. Klar, war ja immer die Starke, die funktionierte und alles gut verbarg.Ich ging mit Augenringe zum Neurologen, der sofort einen Cut machte und mich krankschrieb. Auf den Rat ließ ich mich in eine Klinik einweisen. Musste aber auf einen Termin warten. Ich war skeptisch, aber was soll's. Kann nur besser werden. Ich musste mir eingestehen, dass ich auch mal schwach sein darf.Leichter gesagt als getan. Ich verbrachte meine Tage nur mit schlafen. Bis zu 18 Std., dennoch fühlte ich mich weiterhin träge, müde, unmotiviert, lebensmüde usw. 😞Ich hasste mich einfach nur noch...schlug auf meine Oberschenkel bis sie blau waren. Ritzen kam für mich nu in Frage, da ich sie Konsequenten kannte. Und ich auf, Gott sei Dank, noch klare Tage hatte.Gedanken wie, Säure ins Gesicht zu schütten kamen langsam auf und da war mir erst wirklich klar, dass ich krank bin. Ich hing an einem dünnen Faden. Da ich aber auch Tage voller Motivation hatte, redete ich mir immer wieder ein, dass es Eisenmangel oder ähnliches sei. Mir war klar, ich BIN KRANK! In der Zeit, wo ich auf meinen Aufnahmetermin gewartet habe, bin ich durch Höhen und Tiefen gegangen. Den Schmerz, den man im Inneren verspürt, kann einen die ganze Persönlichkeit rauben. Man weiß nicht mehr, wer man wirklich ist.

21.4.16 12:58

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